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Saunagänge sind gut für die Gesundheit

In die Sauna zu gehen ist eine Sache, die der Mensch seit jeher macht. Nicht nur im Herbst und Winter ist es schön, in eine warme Sauna zu kriechen, unabhängig davon, ob sie elektrisch beheizt oder mit Holz befeuert wird. Aber in die Sauna zu gehen fühlt sich nicht nur angenehm an, sondern ist auch eine reine Gesundheitskur. Studien zeigen, dass regelmäßiges saunieren das Immunsystem stärkt, das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringert, den Blutdruck und den Cholesterinspiegel senkt, Spannungskopfschmerzen und Niedergeschlagenheit reduziert und den Körper entgiftet. Es reinigt also nicht nur von außen, sondern auch von innen.

Was passiert im Körper, wenn wir saunieren? Die Körpertemperatur steigt auf Fieberniveau. Es mag etwas seltsam klingen, aber das Fieber bringt viel Gutes mit sich. Die oberflächlichen Blutgefäße erweitern sich, das Herz schlägt schneller und wir beginnen zu schwitzen.

Durch das Schwitzen wäscht der Körper Metalle und Schlackenprodukte aus, die sich im Körper angesammelt haben. Das Herz pumpt mehr Blut, was auch passiert, wenn wir trainieren und ebenfalls sehr nützlich ist. Das Herz wird gestärkt, was bedeutet, dass Blutdruck, Blutfette und Blutzucker sich normalisieren. Die Produktion weißer Blutkörperchen nimmt zu, was das Immunsystem stärkt und so das Erkältungsrisiko verringert. Und als ob das nicht genug wäre, zeigt eine finnische Forschungsstudie, dass Männer mittleren Alters, die täglich saunieren, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen halbieren.

In einer anderen finnischen Studie verfolgten die Forscher fünfzehn Jahre lang 1.700 Männer und Frauen. Es stellte sich heraus, dass diejenigen, die 4–7 Mal pro Woche in die Sauna gehen, ein deutlich geringeres Risiko haben, vorzeitig an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben als diejenigen, die gar nicht, oder maximal einmal pro Woche, in die Sauna gehen. Dies gilt unabhängig von Geschlecht und Alter.

Auch die Wahrscheinlichkeit an Demenz zu erkranken ist geringer, wenn man 4–7 mal pro Woche in die Sauna geht. Es ist ein bisschen unklar, woran das liegt, aber Forscher der Universität Ostfinnland glauben, dass dies möglicherweise daran liegt, dass das Herz-Kreislauf-System auch das Gehirn beeinflusst. Wenn es dem Herzen gut geht, besteht eine größere Chance, dass es auch dem Gehirn gut geht.

Und man muss nicht bei dreistelliger Temperatur saunieren, bis Sie wie ein Krebs aussehen. 60-80 Grad sind genug, zehn Minuten pro Saunagang. Selbst saunieren bei niedrigeren Temperaturen um die 40 Grad helfen bei Spannungskopfschmerzen und Niedergeschlagenheit. Welchen Sinn hat es, danach ins eisige Wasser zu springen oder sich im Schnee zu wälzen? Wahrscheinlich keinen, es ist die Wärme, die wohltuend ist, nicht der Temperaturwechsel. Aber wenn es einem gefällt, kann man das weiterhin machen. Das Wichtigste sollte sein, sein Leben lang in die Sauna zu gehen.